Hä? Was?

Hä?? Was??

 

Ich bin in der Schweiz geboren, in der Schweiz aufgewachsen und verstehe so ziemlich jeden Dialekt.

Trotzdem gibt es Ausdrücke, bei denen auf meiner Stirn ein grosses BAHNHOF steht.

So muss ich immer wieder, auch in meinem näheren Umkreis, nachfragen, was dies oder jenes bedeutet.

 

Wenn jemand sagt, "er isch e Zwaschpli" weiss ich mittlerweile, er ist ein Zappelphillip, oder einfach sehr ungeschickt.

Gib mir mol "s Äsmänteli"(Lätzchen), es "Schübeli"(Schürzchen) oder bisch e "Gischpä" (forsche, redegewandte Frau), kenne ich auch schon.

"Weiefäcke"(Löwenzahn), wir gehen nach "Chüugbrg"(Kirchberg), oder "Rogmung" (Romont).

 

Als ich noch in Basel lebte, lernte ich was ein "Güggli"(Säckchen), ein "Binggi"(Kind), "Buschi"(Baby) oder zum Beispiel auch "Klöpfer"(etwas grössere Cervelat) ist.

 

In Zürich, wo ich eine Saison lang in einem Betrieb im Service arbeitete, bekam ich mit, dass "Böle" Zwiebeln bedeutet und ein "Zältli" nicht etwas ist,  das man zum schlafen im Freien mitnimmt, sondern ein Bonbon.

 

So gibt es auch Redewendungen, die die ältere Generation noch benutzt und bei den Jüngeren nur ein Fragezeichen hinterlässt.

 

Vor kurzem bedankte sich ein älterer Herr bei meinem dreiundzwanzig-jährigen Sohn mit den Worten "I schiesse euch de mol e Stei i Garte." Etwas irritiert antwortete er, er habe gar keinen Garten. (gut, ich habe mich auch weggeschmissen vor lauter lachen, als er es mir erzählte)

 

Vor etwa einem Jahr verabschiedete sich ein Mitarbeiter bei meinem Sohnemann in dem er ihm sagte "mir gseh üs de sicher mol binere Hundsverlochete" mit dem Bild im Kopf, dass dieser Herr etwas komisch tickt und mein Sohn eigentlich tierlieb ist, gab er ihm die Hand und lächelte ihn nur irritiert an. (auch da lachte ich mich halb kaputt!)

 

Ich finde die Dialekte toll und manche Ausdr¨ücke richtig lustig.

 

Wenn ich also "obsi" (hinauf) und dann wieder "nitzi" hinunter gehe, drücke ich das ab und zu gerne so aus, das gibt dem ganzen etwas witziges in meinen Augen.

 

 

Bild von: pixabay.com

 

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