Nächtliche Aktivitäten ...

Es ist Sommer, heute ist die Nacht vor Vollmond, sowieso mühsam um zu schlafen.

Das Schlafzimmer wollte ich kühl halten und hatte deswegen den ganzen Tag die Storen geschlossen.

Viel hat es nicht gebracht, da kein Lüftchen weht ist es trotzdem noch heiss und stickig.

Eine Eigenart von mir ist, ich MUSS mich zudecken, egal wie heiss es ist, wenn ich im Bett liege gehört die Decke über mich, oder zumindest zwischen die Beine, damit diese nicht "zusammenkleben".

Ein Stündchen vor dem Schlafen lese ich noch in einem Buch, das ist entspannend und ich kann so richtig abschalten.

Da liege ich also, die Decke zwischen meinen Beinen, das Fenster geöffnet, die Nachttischlampe an und neben mir auf dem Nachttisch auf einem Taschentuch ein paar Tropfen "Anti-Mücken-Öl".

Sobald ich das Licht lösche und mich in die bequeme Schlafposition begebe, höre ich einen penetranten, hohen Ton um meinen Kopf herum.

Eine Mücke! Ich hasse Mücken!

Ich ziehe die Bettdecke über meinen Kopf und hoffe, das Vieh verschwindet von alleine aus meinem Umfeld.

Kurz vor einem Hitzschlag entschliesse ich mich doch nochmal die Nachttischlampe anzuknipsen und mit meinem Buch bewaffnet auf die Jagt nach dem Störenfried zu gehen.

Logischerweise bei meinem Glück, ist weit und breit nichts von der Mücke zu sehen.

Also wieder ins Bett, Licht aus, Decke zwischen die Beine, Kissen zurechtgeknautscht und versuchen einfach nicht hinzuhören.

Diese Prozedur wird in der nächsten Stunde noch zweimal wiederholt!

Beim dritten mal, habe ich sie erwischt! Ein kleines, rotes, zerquetschtes Pünktchen an der weissen Wand ist alles was übrig bleibt von dem Plagegeist.

Endlich!

Jetzt aber, schlaaaafeeen ..

Ich liege gemütlich und bin müde, aber, es juckt!

Sie hat mich erwischt, das Mistvieh!

Am Knöchel des linken Fusses juckt es wie verrückt.

Also fange ich an zu kratzen, es fühlt sich extrem gut an, doch ich weiss, dass es nicht aufhören wird zu jucken.

Ich hätte noch Fenistil im Schrank, mag aber nicht mehr aufstehen.

Also kratze ich, tupfe mit dem Finger ein wenig Spucke drauf, merke, dass es nichts bringt, kratze wieder und stehe doch noch entnervt auf um von der kühlenden Salbe auf den Stich zu geben.

Wieder kuschele ich mich ein, in meinem geliebten Bett, Licht aus, Decke zwischen die Beine, Kissen zurechtgeboxt, endlich, schöööön.

Mein Körper entspannt sich, ein wohliges Gefühl entsteht und ich merke, wie ich langsam ins Reich der Träume abdrifte.

Da meldet sich meine Blase!

Verflixt und zugenäht!

 

Das ist ein Beispiel für nächtliche Aktivitäten.

Wer sich etwas anderes erhofft hat hier zu lesen, sorry. ;-) 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild von: pixers.de

 

 

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